Blackout: Checkliste für Gemeinden
Was eine Gemeinde vorbereitet haben sollte, wenn der Strom großflächig und für längere Zeit ausfällt.
Ein Blackout ist ein großflächiger, länger andauernder Stromausfall. Telefon, Internet, Kassen, Heizungen, Pumpen: Vieles fällt gleichzeitig aus. Ob eine Gemeinde das gut übersteht, entscheidet sich vorher.
1. Krisenstab festlegen
- Wer gehört zum Krisenstab (Bürgermeisterin oder Bürgermeister, Amtsleitung, Feuerwehr, Bauhof, Wasserversorgung)?
- Wo trifft er sich, wenn Telefon und Internet nicht funktionieren? Treffpunkt und Uhrzeit im Voraus vereinbaren.
- Wer vertritt wen, wenn jemand nicht erreichbar ist?
2. Strom für das Wichtigste
- Welche Gebäude brauchen Notstrom (Gemeindeamt, Feuerwehrhaus, Wasserversorgung, Abwasser)?
- Sind Notstromaggregate vorhanden, gewartet und mit Treibstoff versorgt?
- Wer bedient sie, und weiß diese Person, wie?
3. Wasser und Abwasser
- Wie lange funktioniert die Wasserversorgung ohne Strom?
- Was passiert mit Pumpwerken und Kläranlage?
- Mit dem Wasserversorger und Abwasserverband absprechen, bevor es so weit ist.
4. Anlaufstellen für die Bevölkerung
- Wo können sich Bürgerinnen und Bürger informieren und Hilfe holen?
- Die Orte vorher festlegen und bekannt machen, z. B. in der Gemeindezeitung.
5. Kommunikation ohne Strom
- Aushänge an bekannten Stellen, Lautsprecherdurchsagen, Funk der Einsatzorganisationen
- Textvorlagen für Bürgerinformation ausgedruckt bereithalten
6. Alles Wichtige auf Papier
- Telefonlisten, Zuständigkeiten, Pläne, das Notfallhandbuch: ausgedruckt und an bekannter Stelle
- Bei einem Blackout fallen Netz, Internet und Cloud-Dienste großteils aus, Akkus sind bald leer. Alles, was im Ernstfall gebraucht wird, muss vorher auf Papier vorliegen.
7. Die Bevölkerung zur Eigenvorsorge ermutigen
Der Zivilschutzverband empfiehlt jedem Haushalt, sich mit Lebensmitteln, Wasser und dem Nötigsten für rund zwei Wochen zu bevorraten. Ein Hinweis in der Gemeindezeitung hilft.
Wo KI hier hilft
Nicht im Blackout selbst, aber davor: beim Erstellen und Aktualisieren des Notfallhandbuchs, beim Formulieren von Bürgerinformationen und beim Durchspielen von Szenarien. So sind die Unterlagen fertig, wenn sie gebraucht werden.
Diese Checkliste ist eine Orientierung und ersetzt keine Abstimmung mit Bezirkshauptmannschaft, Landeswarnzentrale und Einsatzorganisationen. Weitere Informationen bietet der Zivilschutzverband Steiermark.
Unterstützung beim Notfallhandbuch? Silent Operator: Krisenbegleitung